treu seid ihr wirklich, sonst hättet ihr vermutlich nicht so lange gewartet, bis ihr endlich wieder Neuigkeiten von uns bekommt. Da wir rein digital gesehen noch immer irgendwo in Bolivien rumhängen, real aber schon längst in den Staaten sind, haben wir uns dafür entschieden, euch Bilder unserer aktuellen Erlebnisse zu posten.
Bevor wir am 18. Mai in Los Angeles gelandet sind, hat uns unsere Reise von Bolivien über Peru nach Costa Rica geführt, wo wir ausgiebig die herrlichen Strände und die exotische Tierwelt genossen haben. Aber keine Sorge, auch diese Bilder können und wollen wir euch nicht vorenthalten!
Nach einer Marathon Anreise kamen wir mitten in der Nacht mit dem Bus in San Diego an, wo uns Joel um 5 Uhr morgens in Empfang genommen hat. Die nächsten Tage waren sehr erlebnisreich und im Fokus stand unsere Campersuche. Gleich am zweiten Tag fuhren wir ins nahe gelegene Militärcamp und wurden mit der amerikanischen Kultur regelrecht beschossen ;-) Wir gingen Paintball spielen, was uns einen riesen Spaß machte und bei Patrick ein paar ordentliche blaue Flecken hinterließ.
Joel´s Freundeskreis hat uns innerhalb kürzester Zeit sehr herzlich aufgenommen. Hier sind wir an einem von San Diego´s zahlreichen Stränden beim gemeinsamen Bonfire (Lagerfeuer auf gut Deutsch) und kamen zum ersten Mal in den Genuss von Smores (ein geschmolzener Marshmallow zwischen zwei Butterkeksen und dazwischen noch ein Stück Schokolade) - Mhhhh lecker!
Auch die ein oder andere Wanderung durften wir mit unserem privaten Tourguide unternehmen. Direkt hinter Joel´s Haus erstreckt sich der Tecalote Canyon, in dem wir doch tatsächlich unseren ersten Coyoten sehen durften. Abends hörte man sie sogar heulen.
Eine andere Wanderung führte uns auf die Kuppe des "potatoe chip rocks" (Kartoffelchipfels). Gut, dass das Ding gehalten hat...
Nachdem wir unseren Camper endlich abholen und reisefertig machen konnten, konnte unser Roadtrip am 30. Mai zusammen mit Joel beginnen. Der erste Schlafplatz war dann auch gleich inmitten einer gediegenen Wohnsiedlung. Ebene Standfläche, ruhige Nachbarn und obendrein noch kostenlos. Was will man mehr?
Los Angeles war unser erstes Tagesziel. Nach dem obligatorischen Besuch des Hollywood Signs ging es direkt runter zum Hollywood Boulevard, wo wir den Walk of Fame hinunter schlenderten. Einen Filmstar konnten wir sogar live vor seinem Sternchen fotografieren ;-)
Neben verrückten Shops samt Leuten kamen wir genau zur richtigen Zeit, um das Ende der "Gumball 3000" mitzuerleben. Eine bunt gemischte Horde getunter Sportwagen nehmen an einem Rennen quer durch die Staaten teil und das Ziel ist, möglichst schnell mit möglichst wenig Strafzetteln in LA anzukommen.
Bubba Gump kennen die meisten von euch sicherlich aus dem Film "Forest Gump". Eines der Restaurants befindet sich auf dem Santa Monica Pier, den wir uns selbstverständlich auch angeschaut haben.
Baywatch is back! Nach jahrelanger Drehpause geht die Erfolgsserie mit neuer Besetzung wieder an den Start - am Malibu Beach konnten wir die Dreharbeiten hautnah miterleben :-)
Danach sind wir noch den Strand entlang gelaufen, vorbei an den Millionenvillen der Highsociety. Man darf übrigens nur auf dem nassen Strandabschnitt laufen, da der trockene zum Privatgrundstück zählt.
Weiter ging es an der Küste entlang Richtung Norden in den schmucken Ort Santa Barbara. Dürfen wir vorstellen, einer der goldigsten Bewohner.
Am Ende des Santa Barbara Piers versuchte dieser Seelöwe, den Anglern die Beute streitig zu machen.
Am vierten Abend brauchten wir endlich mal wieder eine richtige Dusche und so führte uns unser Weg zu einem Campingplatz in Oceano am Highway #1, wo wir dann auch gleich noch unseren neuen, kleinen Kugelgrill eingeweiht haben.
Ein Highlight der Westküste ist mit Sicherheit der Küstenabschnitt "Big Sur". Steilküsten, wilde Strände und mehrere State Parks säumen diese Strecke. Der genialste Stop war dieser Strand mit hunderten von Seeelefanten. Wir konnten uns kaum losreißen, so beeindruckend war es diese Meeresbewohner aus nächster Nähe beim Schmusen, Schlafen, Kämpfen und Robben zu beobachten.
Die Folgen eines mangelnden Sonnenschutzes zeigen sich erst im Alter! Drum raten wir euch, immer schön eincremen vor dem Sonnenbaden :-)Das ist die Aussicht von unserem Grill- und Campingplatz aus.
Im Pfeiffer Big Sur State Park stehen diese Baumriesen, Redwoods genannt, die hier schon seit Hunderten von Jahren wachsen.
In unserem Reiseführer stand, man darf den Park nicht verlassen, ohne zuvor einen der Bäume umarmt zu haben. Da haben wir uns natürlich dran gehalten!
Am Ende der kurvenreichen Berg- und Talfahrt in Big Sur kamen wir in dem Ort "Sand City" an, wo unser lieber Tioga leider zu streiken anfing und wir ihm eine neue Lichtmaschine samt Bremsen spendierten... Im Nachhinein waren wir aber froh, dass uns die kaputte Lichtmaschine auf den Riss in den Bremsscheiben aufmerksam machte. Glück im Unglück also.
YOSEMITE Nationalpark!
Sicherlich einer der Top 3 Nationalparks der USA und wir können dies absolut bestätigen.
Mächtige Bergriesen, glasklare Flüsse, donnernde Wasserfälle und eine Vielzahl von wilden Tieren machen diesen Park so besonders.
Ok, als wild kann man diesen Kameraden jetzt nicht gerade bezeichnen, aber wir sind jedes Mal entzückt, wenn wir einem dieser plüschigen Gesellen über den Weg laufen.
Wandern war selbstverständlich unsere Hauptbeschäftigung, aber...
...ein Tag wurde für´s Angeln reserviert, was mit einer wunderschönen Brown Trout belohnt wurde. Ihre Schönheit rettete ihr dann auch das Leben und statt Forelle gab es selbstgemachte Burger zum Abendessen :-)
Am letzten Tag fuhren wir über die Tioga Road, die normalerweise wegen Schnee bis im Juni gesperrt sein kann. Bei einer weiteren Wanderung durch die Tuolumne Meadows begegneten wir wilden Rehen und vielen Streifenhörnchen, die uns auf ihren Hinterbeinchen stehend neugierig beobachteten.
Auf dem Weg zum Death Valley stolperten wir über die Mt. Whitney Fish Hatchery (ehemalige Fischzucht). Dort lernten wir Rick kennen, der uns netterweise eine Privatführung gab, die Forellen füttern ließ, eine Flasche Rum spendierte und uns dann auch noch auf dem Parkplatz übernachten lies. Ein wirklich liebenswerter Kerl! Als Andenken haben wir sogar zwei T-Shirts geschenkt bekommen. Wer hier vorbei kommt, sollte auf jeden Fall eine Besichtigung einplanen:
http://mtwhitneyfishhatchery.org/
Extreme Hitze + trockene Luft + karge Landschaft = Death Valley...
Definitiv nicht im Sommer zu empfehlen, unser Camper und wir drei litten unter Temperaturen deutlich über 40 °C. Hier stehen wir am tiefsten Punkt Amerikas, 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Einziger Lichtblick war der Pool neben unserem Campingplatz mitten im Valley. Könnte man durchaus als dekadent bezeichnen :-)
Blick ins Death Valley.
Viva Las Vegas!
Einen größeren Kontrast nach Death Valley hätten wir uns kaum vorstellen können. Mitten in der Wüste befindet sich eine riesige Stadt mit Hotels, Casinos, Shows und Entertainment wohin das Auge reicht. Uns hat´s dort super gefallen und wir haben uns eine Show des Cirque du Soleil mit Feuerartistik angeschaut.
Zum obligatorischen Casinospiel hat es uns leider nicht mehr gereicht, was unserer Reisekasse aber sicher nicht geschadet hat. Obwohl, wer weiß...
Ab hier ging unsere Reise wieder zu zweit weiter, denn Joel hat sich auf den Weg zu seiner Familie gemacht. Auf unserem Weg machten wir Halt am Hoover Dam und durften sogar die "Terroristen Kontrolle" passieren, obwohl wir ein Staufach an unserem Camper mangels Schlüssel nicht öffnen konnten...
Endlich am Grand Canyon! Das Glück war auf unserer Seite, denn trotz ausgebuchtem Campingplatz bekamen wir noch einen Stellplatz mitten im Park. Den ersten Nachmittag verbrachten wir staunend entlang des Canyon Randes, denn es ist wirklich atemberaubend, welche Dimensionen dieser Canyon hat. Er ist über 1,8 km tief, 446 km lang und an der breitesten Stelle 29 km breit. WOW!
Bloß nicht die Balance verlieren...
Rudolf das Red Nose Rentier im Sommerurlaub ;-)
Am zweiten Tag führte uns eine 6 Stunden Wanderung ein gutes Stück in den Canyon hinab, leider nicht bis zum Colorado River, was in der Sommerhitze und Trockenheit fast unmöglich ist.
Zum Abschluss nahmen wir noch an einem kostenlosen Canon Fotoworkshop teil und hoffen, dass es sich auf den zukünftigen Bildern bezahlt machen wird :-) Wir hatten auf jeden Fall großen Spaß dabei.
Nach einer (illegalen) Nacht im Navajo Indianerreservat besichtigten wir den Antelope Canyon mit seinen faszinierenden Felsformationen und Farben.
Das ist der Eingang zum Canyon...
Nichts für Leute mit Platzangst!
Je nach Tageszeit fällt das Sonnenlicht in unterschiedlichen Winkeln in den Canyon und es entstehen sogenannte Lightbeams.
Der Sandstein reflektiert das Sonnenlicht und schimmert in herrlichen Rot- und Orangetönen. Ein nicht ganz einfaches Paradies für Fotografen.
Nach einer Abkühlung im Lake Powell Stausee fuhren wir in Richtung Zion Nationalpark und schlugen unser Lager auf dem Campingplatz mitten im Park auf. Ein Shuttlebus verbindet alle Sehenswürdigkeiten im Canyon miteinander und brachte uns zu den verschiedenen Ausgangspunkten von unseren Wanderungen.
Die coolste Wanderung war auf jeden Fall "The Narrows", bei der man hauptsächlich im Flussbett watet, wo einem das Wasser teils bis über den Bauch reicht. Immer enger wird der Canyon, bis man schließlich an einen Punkt kommt, an dem man ohne Kletterausrüstung nicht mehr weiter kommt.
Ein toller Spielplatz für Groß und Klein ;-)
Vom Zion machten wir uns gestern in Richtung Bryce Canyon auf und fuhren durch eine Kulisse wie in einem Westernfilm: Pferderanches und Büffelherden vor rot glühenden Felsen.
Endlich haben wir auch eine Lösung für Julia´s Pferdedilemma gefunden. Ein Ponyfohlen, was in unseren Camper passt ;-) Es war sooo süß, wir hätten es echt am liebsten eingepackt!
Auch für Patrick hatte der Tag noch eine Überraschung parat: Das erste Mal Fliegenfischen an einem Forellensee mit zwei rund 10 pfündigen Regenbogenforellen, die wir aber auch wieder frei ließen.
Heute haben wir uns auf einem wunderschönen Campingplatz direkt an einem kleinen Fluss (mit weiterem Angelerfolg) einen gemütlichen Tag gemacht und dank WLAN endlich die Möglichkeit für diesen Post bekommen!
Morgen machen wir uns auf den Weg zum Bryce Canyon.
Wir freuen uns schon, hoffentlich einen Großteil von euch ab dem 20. Juli in unserem "Heimaturlaub" wieder zu sehen!
Viele liebe Grüße
Julia & Patrick
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Lightbeams - noch nie gehört - aber überwältigt! Und auch die anderen Fotos sind wieder wunderbar, wär hätte gedacht, dass ich auf meine alten Tage noch soviel zu sehen bekomme :-)
AntwortenLöschenWeiterhin gute Reise und liebe Grüße
Gidti
Wouaaaaa de super belles photos !!! Féliciation ! Plaisir de voir que vous allez super bien ! Au plaisir
AntwortenLöschenWieder viele tolle Bilder, die Felsformationen in den Rot-Orangetönen einfach super.
AntwortenLöschenLiebe Julia, wegen des Kartoffelchipsfels hast du dir umsonst Gedanken gemacht, das wäre mit Rainer und mir sicherlich" gefährlicher" gewesen und der schmale Zugang zum Canyon, passen da auch etwas gewichtigere Besucher durch? Ich freue mich auf jeden Fall euch bald wieder in echt zu sehen, habt bis dahin eine gute Zeit und lasst es euch gut gehen.
P.S. dass ihr euch lecker Forelle auf dem Grill entgehen last wäre für uns unvorstellbar. Aber ich glaube ihr hattet keinen der das grillfertige zubereiten der Forellen übernommen hat. Also da wäre ich genau die Richtige dafür.
Bis bald Tante Manu
Hallo ihr Beiden Mäuse,
AntwortenLöschenist das jetzt Julias Ersatzkamera für die geklaute????? Jetzt braucht ihr beide auf jedenfall einen 2Beinigen Packesel.
Wiedermal geniale Bildchen, die ihr da geschossen habt.
#Patrick, auch wenn du die Forellen nicht verspeißt hast, hast noch genug Reserven;-)
Liebe Grüße
Euer Onkel Raini
Endlich ein Update - und dann auch noch ein so ausführliches :)! Wie immer ganz wunderbar.
AntwortenLöschenHoho freue mich um euches neues Gelerntes Aug neue Fotos zu sehen ;) hihi
AntwortenLöschenLG
Stefan
Hallo Ihr zwei,
AntwortenLöscheneure Bilder sind einfach einmalig. Die erinnern mich sehr an unseren USA-Aufenthalt. Da bekommt man richtig Reiselust. Macht weiter so und noch viel Spass.
Bei uns in Chile fängt endlich der Frühling an und damit auch das Grillen.
Viele Grüsse von den schwäbischen Chilenen.