Dienstag, 17. April 2012

Best of Bolivien

Höchste Zeit euch mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben! Seit gut einem Monat sind wir nun schon in Bolivien unterwegs. Eingereist sind wir fast problemlos über Villazon im Süden, das heißt die Grenzformalitäten konnten wir zügig abwickeln, Patrick jedoch bekam die Auswirkungen der ungewohnten Höhe von ca. 3500 m in Form von Schwindelgefühl und Übelkeit zu spüren. Weiter ging es zusammen mit Madeleine und Reto, zwei liebenswerten Schweizern die wir am Grenzübergang kennen lernten, nach Tupiza. Es folgten ein 3-stündiger Reitausflug (!!!) in einen Canyon und tags darauf eine 4-tägige Jeep Tour unter anderem in den Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt. Angekommen in Uyuni ging es weiter nach Potosi, einer bekannten Mienenstadt mit düsterer Geschichte (tausende Menschen verloren ihr Leben in den Mienen in den vergangenen Jahrhunderten). Nächster  Höhepunkt war La Paz, der höchsten Hauptstadt der Welt auf 3.660 m. Wir ließen uns durch die bunten Märkte treiben, shoppten etliche Souvenirs und genossen die ein oder andere kulinarische Spezialität, u.a. Lamawurst mit echten schweizer Rösti! Drei Stunden nördlich von La Paz hieß unser nächstes Zuhause "La Senda Verde", eine Lodge im Grünen in der Tiere, vorallem Affen, aufgenommen und gepflegt werden. Eine Woche lang waren wir dort als freiwillige Helfer tätig, fütterten die Tiere, reinigten ihre Lebensräume und spielten und kuschelten vorallem mit den Affen. Ein Traum ging für uns in Erfüllung! Als Dankeschön bügelte eine Salmonelleninfektion Julia für ein paar Tage nieder, sodass unsere Weiterreise etwas verzögert wurde und wir in den Genuss eines bolivianischen Krankenhauses im nahe gelegenen Coroico kamen. Bevor wir in unserem derzeitigen Domizil, Rurrenabaque, im nördlichen Dschungelgebiet des Amazonasbeckens ankamen, stand uns die wohl schlimmste und gefährlichste Busfahrt unseres Lebens bevor. 24 Stunden direkt über der hüpfenden Hinterachse, ein geisteskranker Fahrer am Steuer, eine "Straße" die keine Fahrbahnbegrenzungen kennt, dafür aber hunderte von Metern in den Abgrund führt und stellenweise so schlammig war, dass Autos uns LKWs einfach im Morast steckenblieben! Hinzu kommt ein Bus ohne Toilette, kaum vorhandene Beinfreiheit und "duftende" Sitznachbarn. Zurück nach La Paz nehmen wir den Flieger ;-) Die letzten 4 Tage waren wir im Dschungel des Madidi Nationalparks, bewohnten eine Lodge auf Stelzen mit Moskitonetzen anstatt Wänden und einem sagenhaften Rundumblick in den Urwald, sogar von der Kloschüssel aus ;-) Bei mehreren Wanderungen und Kanufahrten sahen wir wildlebende Affen, Schlagen, Kaimane, Vogelspinnen, Fledermäuse und unzählige Vogel- und Insektenarten. Wir angelten Piranhas, bastelten Schmuck, aßen Maden und Terminen (natürlich nur der Franzose) und lauschten nachts den tausend Stimmen des Urwalds... Ein unvergessliches Erlebnis! Nun werdet ihr euch fragen wo die Bilder zu unseren Erlebnissen sind - leider alle noch auf der Kamera, da das Internet hier extrem laaaangsam ist und wir den Text hier für euch auf dem iPhone tippen ;-) Aber wir laden natürlich wieder Bilder hoch, sobald wir wieder eine schnellere Verbindung haben. Haltet durch!   Viele liebe Grüße Julia & Patrick

4 Kommentare:

  1. Hallo Ihr ZWEI,
    schön wieder mal von Euch zu hören. Ich bin schon ganz gespannt auf die neuen Fotos.
    Liebe Grüße aus dem immer noch kalten Deutschland.
    Giddi

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  2. Hallo Ihr Lieben, durchalten fällt uns leicht, Klo bei uns oK. Oma ist bei uns und bekocht uns mit Madensuppe und Spinnbeinspagetthi. :).
    Nein natürlich nicht, es gab einen leckeren Speckrinderbraten mit Semmelknödel ala`Oma und Badischen Wein.
    Freuen uns auf schöne Bilder aus dem Urwald.

    gruß
    Manu, Rainer, Oma

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  3. Hallo Julia, Hallo Patrick,
    toll, dass es euch so gut geht. Verfolge mit Spannung euer Abenteuer! Reportagen von Weltenbummlern hat man ja schon viele gesehen, aber euch zwei auf eurer Reise um die Welt begleiten zu können, gibt einem das Gefühl, irgendwie, ein klein wenig "selbst dabei zu sein". Genial! Lasst es euch weiterhin gut gehen! Liebe Grüße und fühlt euch gedrückt. Elke

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  4. die liebenswerten Schweizer (auch genannt Bünzlischwizer)23. April 2012 um 22:28

    Hallo ehr düütsche Frönde,

    das tönt alles sehr abentürlech, eigentlech genau so wie ehrs üch vorgschtellt hend, oder ned? Mer setzid gad z Miami am Floghafe ond dänket met Wehmuet a üsi superschöni Reis dor d USA ond Südamerika zrogg... ond notürlech au a die onterhaltsami Ziit met üch zwoi höbsche:-)

    D Karibik esch wonderherrlech gsi! Belder dezue scheckemer üch no...
    Mer freuid üs scho uf de Bsuech z Ravensburg oder em wonderschöne Lozärn.

    Vele Dank för d Geburi-Glöckwönsch! Mer hend üs sehr gfreut.

    Möcheds guet ond gänd sorg!


    Und nun die Übersetzung auf Hauchdeutsch:
    War schön mit euch. Irgendwie gespenstisch, wie von Geisterhand...:-)

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